Gereizte Augen: Ursachen, Tipps und was hilft

Nahaufnahme eins Auges

Gereizte Augen können jucken, brennen, gerötet sein oder tränen. Oft fühlen sie sich müde, überanstrengt oder trocken an. Häufige Auslöser sind lange Bildschirmarbeit, trockene Raumluft, Staub, Rauch, Wind, Sonne oder Pollen.

Auch wenn es stark juckt: Die Augen sollten möglichst nicht gerieben werden. Reiben kann die ohnehin gereizte Augenoberfläche zusätzlich belasten und Keime ins Auge bringen. Besser ist es, die Augen zu entlasten, bewusst zu blinzeln, an die frische Luft zu gehen oder befeuchtende Augentropfen zu verwenden.

Typische Anzeichen gereizter Augen

Gereizte Augen können sich unterschiedlich bemerkbar machen. Häufige Beschwerden sind:

  • Jucken
  • Brennen
  • Rötung
  • Tränen
  • Trockenheitsgefühl
  • Fremdkörpergefühl
  • müde oder schwere Augen
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • schnelleres Blenden
  • häufiger Wunsch, die Augen zu reiben

Die Beschwerden können einzeln oder kombiniert auftreten. Besonders häufig zeigen sie sich nach langer Bildschirmarbeit, bei trockener Luft oder nach Kontakt mit reizenden Umwelteinflüssen.

Warum sollte man gereizte Augen nicht reiben?

Augenreiben kann kurzfristig erleichternd wirken, ist aber meist keine gute Idee. Durch das Reiben können Keime ins Auge gelangen. Zudem kann die gereizte Augenoberfläche zusätzlich belastet werden.

Gerade wenn die Augen bereits trocken, gerötet oder empfindlich sind, kann Reiben die Beschwerden verstärken. Besser ist es, die Augen zu befeuchten, die Belastung zu reduzieren und ihnen eine Pause zu gönnen.

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Häufige Ursachen gereizter Augen

Gereizte Augen entstehen oft durch äussere Einflüsse oder Überbeanspruchung. Zu den häufigsten Auslösern gehören:

  • lange Arbeit am Bildschirm
  • trockene Heizungs- oder Klimaanlagenluft
  • Staub, Rauch oder Abgase
  • Wind und Zugluft
  • Pollen und allergenhaltige Luft
  • grelles Sonnenlicht
  • Kontaktlinsen
  • zu wenig Blinzeln
  • Übermüdung
  • Stress und Anspannung
  • zu geringe Flüssigkeitszufuhr

Bei langer Bildschirmarbeit wird häufig weniger geblinzelt. Dadurch verteilt sich der Tränenfilm schlechter auf der Augenoberfläche. Die Augen können austrocknen, brennen oder jucken.

Gereizte oder trockene Augen?

Gereizte und trockene Augen hängen oft eng zusammen. Wenn der Tränenfilm zu dünn wird oder nicht gleichmässig auf der Augenoberfläche verteilt ist, können die Augen brennen, jucken oder tränen.

Trockene Augen entstehen häufig durch zu wenig Tränenflüssigkeit oder eine gestörte Zusammensetzung des Tränenfilms. Gereizte Augen sind dagegen oft eine Reaktion auf äussere Einflüsse wie Wind, Rauch, Staub, Sonne, Pollen oder Bildschirmarbeit.

In der Praxis treten beide Beschwerdebilder häufig gemeinsam auf.

Frau am PC

Was hilft bei gereizten Augen?

Bei gereizten Augen helfen vor allem Entlastung, Feuchtigkeit und Schutz vor Reizen.

  • Frische Luft und bewusste Pausen

Ein kurzer Spaziergang oder ein Moment am offenen Fenster kann helfen, die Augen zu entspannen. Frische Luft, Bewegung und der Blick in die Ferne entlasten die Augen nach konzentrierter Naharbeit. Wer viel am Bildschirm arbeitet, sollte regelmässig kurze Pausen einlegen. Schon ein bis zwei Minuten können helfen, die Augen zu lockern und die Anspannung zu reduzieren.

  • Blinzeln nicht vergessen

Beim Lesen, Arbeiten am Computer oder konzentrierten Schauen blinzeln wir oft zu wenig. Dadurch wird die Augenoberfläche nicht ausreichend befeuchtet. Bewusstes Blinzeln hilft, den Tränenfilm besser zu verteilen. Ein einfacher Tipp: Mehrmals pro Stunde kurz vom Bildschirm wegschauen, einige Male bewusst blinzeln und den Blick in die Ferne richten.

  • Blick in die Ferne

Bei Bildschirmarbeit oder Lesen stellen sich die Augen lange auf die gleiche Distanz ein. Das kann zu Überanstrengung, Brennen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsproblemen beitragen. Richten Sie den Blick zwischendurch auf einen entfernten Punkt. So können sich die Augenmuskeln entspannen.

Palmieren: Dunkelheit für die Augen

Palmieren ist eine einfache Entspannungsübung für müde und gereizte Augen. Dabei werden die geschlossenen Augen mit den gewölbten Handflächen abgeschirmt, ohne Druck auf die Augenlider auszuüben.

So funktioniert es:

  • Ellenbogen bequem aufstützen
  • Augen schliessen
  • Handflächen locker vor die Augen legen
  • keinen Druck auf die Augen ausüben
  • ein bis zwei Minuten ruhig atmen
  • Hände langsam entfernen und die Augen wieder ans Licht gewöhnen

Diese kurze Übung kann helfen, die Augen zu beruhigen und ihnen eine Pause zu geben.

Raumklima verbessern

Trockene Luft kann gereizte Augen verstärken. Besonders Heizungs- und Klimaanlagenluft belastet die Augenoberfläche.

Hilfreich sind:

  • regelmässiges Lüften
  • ausreichende Luftfeuchtigkeit
  • Vermeiden von Zugluft
  • genügend trinken
  • Rauch und stark belastete Luft meiden
  • regelmässig an die frische Luft gehen

Auch Zimmerpflanzen oder Luftbefeuchter können zu einem angenehmeren Raumklima beitragen.

Sonnenschutz für die Augen

Grelles Sonnenlicht, Wind und UV-Strahlung können die Augen reizen. Im Freien schützt eine Sonnenbrille vor Blendung, Wind, Staub und Pollen. Besonders bei starker Sonneneinstrahlung, im Hochgebirge, am Wasser, bei Schnee oder Eis ist ein guter Sonnenschutz wichtig.

Sanfte Entspannung für Gesicht und Augen

Auch Anspannung im Gesicht kann die Augen belasten. Sanfte Entspannungsübungen können helfen:

  • bewusst gähnen und dabei tief atmen
  • Gesichtsmuskeln lockern
  • Stirn und Schläfen sanft massieren
  • Kiefer entspannen
  • Schultern lockern
  • zwischendurch lachen und tief durchatmen

Wichtig: Nicht direkt auf die Augen drücken und die Augen nicht reiben.

Augentropfen bei gereizten Augen

Bei gereizten, trockenen oder müden Augen können befeuchtende Augentropfen helfen. Sie unterstützen die Benetzung der Augenoberfläche und können Beschwerden wie Trockenheitsgefühl, Brennen oder Reizung lindern.

Konservierungsmittelfreie Augentropfen sind besonders geeignet, wenn die Augen empfindlich sind oder die Tropfen häufiger angewendet werden.

A.Vogel Augentropfen

Zur Befeuchtung trockener und gereizter Augen. Die A.Vogel Augentropfen können bei trockenen, brennenden oder müden Augen angewendet werden und helfen, die Augenoberfläche zu befeuchten.

Wann sollte man gereizte Augen ärztlich abklären lassen?

Gereizte Augen sind häufig harmlos und verschwinden wieder, wenn die Augen entlastet werden. Eine ärztliche Abklärung ist jedoch sinnvoll, wenn die Beschwerden plötzlich auftreten, stark sind, länger anhalten oder immer wiederkehren.

Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn zusätzlich folgende Beschwerden auftreten:

  • Schmerzen
  • starke Rötung
  • Sehverschlechterung
  • eitriges Sekret
  • starke Lichtempfindlichkeit
  • Verletzungsgefühl
  • Beschwerden nach einer Augenoperation
  • Probleme mit Kontaktlinsen

Auch bei bekannten Augen- oder Grunderkrankungen sollten wiederkehrende Beschwerden abgeklärt werden.

FAQ: Häufige Fragen zu gereizten Augen